AGB Berater

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für Berater


1. Geltungsbereich und Vertragsgrundlage
(1)   Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung der Vermittlungsplattform Auravia durch selbstständig tätige Berater.

(2)   Betreiber der Plattform Auravia ist die Roll Solutions GmbH (nachfolgend „Plattformbetreiber“).

(3)   Diese AGB ergänzen den zwischen dem Plattformbetreiber und dem Berater geschlossenen Beratervertrag. Im Falle von Widersprüchen gehen die Regelungen des Beratervertrages diesen AGB vor.

(4)   Abweichende Bedingungen des Beraters finden keine Anwendung, es sei denn, der Plattformbetreiber stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

(5)   Die Plattform richtet sich an Berater im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz – DACH).

2. Leistungsumfang der Plattform
(1)   Auravia ist eine digitale Vermittlungsplattform. Der Plattformbetreiber stellt ausschließlich die technische Infrastruktur zur Verfügung, um den Kontakt zwischen Ratsuchenden und Beratern zu ermöglichen.

(2)   Der Plattformbetreiber wird weder Vertragspartner der Beratungsverträge zwischen Berater und Ratsuchendem noch schuldet er einen bestimmten Beratungserfolg.

(3)   Ein Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Kontakten, Umsätzen, Bewertungen oder eine bestimmte Sichtbarkeit auf der Plattform besteht nicht.

3. Registrierung, Profil und Inhalte
(1)   Voraussetzung für die Nutzung der Plattform ist eine vollständige, wahrheitsgemäße Registrierung.

(2)   Der Berater ist verpflichtet, seine Profilangaben aktuell, sachlich korrekt und nicht irreführend zu halten.

(3)   Der Plattformbetreiber ist berechtigt, Profile, Inhalte und Aktivitäten stichprobenartig zu prüfen sowie bei Verstößen Inhalte zu ändern, zu sperren oder zu entfernen.

(4)   Zustimmung zu Vertrag und AGB (Clickwrap-Klausel)
Der Berater gibt seine Zustimmung zum Beratervertrag sowie zu diesen AGB durch aktives Setzen eines Bestätigungsfeldes (z. B. Checkbox oder Klick auf eine entsprechende Schaltfläche) im Rahmen des Registrierungs- oder Onboarding-Prozesses ab. Ohne diese Zustimmung ist eine Nutzung der Plattform Auravia nicht möglich.

(5)   Der Plattformbetreiber speichert Zeitpunkt, Inhalt und technische Umstände der Zustimmung revisionssicher.

4. Rechtsstellung des Beraters
(1)   Berater handeln als selbstständige Unternehmer in eigenem Namen und auf eigene Rechnung.

(2)   Es besteht kein Arbeitsverhältnis, kein freies Dienstverhältnis und kein Handelsvertreterverhältnis.

(3)   Der Berater trägt allein die Verantwortung für Steuern, Abgaben und sozialversicherungsrechtliche Pflichten.

5. Beratungsinhalte und Verbote
(1)   Die über Auravia angebotenen Beratungen dienen der spirituellen Orientierung, persönlichen Reflexion und Inspiration.

(2)   Die Beratung ersetzt keine medizinische, psychologische, therapeutische oder rechtliche Behandlung.

(3)   Untersagt sind insbesondere:

·         politische, parteipolitische oder weltanschauliche Einflussnahme,

·         diskriminierende, ausländerfeindliche, extremistische oder menschenverachtende Inhalte,

·         pornografische oder sexuell explizite Inhalte, insbesondere jegliche Form kinderpornografischer Inhalte,

·         medizinische Beratung, Diagnosen, Therapien oder Heilversprechen,

·         Beratung oder Anleitung im Zusammenhang mit illegalen Drogen oder bewusstseinsverändernden Substanzen.

6. Werbeverbot, Abwerbung und Umgehungsschutz
(1)   Dem Berater ist es untersagt, im Rahmen der Plattform Werbung für eigene oder fremde Drittangebote, Produkte, Dienstleistungen oder externe Plattformen zu betreiben.

(2)   Die Weitergabe von Kontaktdaten oder die Verlagerung der Beratung außerhalb der Plattform zur Umgehung der Vermittlung ist unzulässig.

7. Datenschutz und Vertraulichkeit
(1)   Der Berater verpflichtet sich zur Einhaltung der geltenden Datenschutzgesetze, insbesondere der DSGVO.

(2)   Personenbezogene Daten von Ratsuchenden dürfen ausschließlich zur Durchführung der Beratung über die Plattform verwendet werden.

(3)   Das Erfassen, Speichern, Weitergeben oder Nutzen von Kundendaten außerhalb der Plattform ist untersagt.

(4)   Der Berater verpflichtet sich zur Vertraulichkeit über sämtliche nicht öffentlichen Informationen.

8. Vergütung und Abrechnung
(1)   Die Abrechnung der Beratungsleistungen erfolgt minutengenau über das Abrechnungssystem der Plattform.

(2)   Der Plattformbetreiber erstellt monatlich eine Gutschrift über die abrechnungsfähigen Umsätze abzüglich der vereinbarten Provision.

(3)   Die Gutschrift erfolgt jeweils zum 15. Kalendertag des Folgemonats. Erfolgt kein Widerspruch innerhalb von sieben Tagen, gilt sie als anerkannt.

9. Sperrung, Kündigung und Sanktionen
(1)   Bei Verstößen gegen den Beratervertrag, diese AGB oder gesetzliche Vorschriften ist der Plattformbetreiber berechtigt, Berater vorübergehend oder dauerhaft zu sperren.

(2)   Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(3)   Vertragsstrafe / pauschalierter Schadensersatz verstößt der Berater schuldhaft gegen wesentliche Vertragspflichten, insbesondere gegen

·         das Werbe- und Drittangebotsverbot,

·         das Verbot der Umgehung der Plattform,

·         das Verbot der Erfassung, Nutzung oder Weitergabe von Kundendaten,

so ist der Plattformbetreiber berechtigt, eine angemessene Vertragsstrafe zu verlangen. Die Höhe der Vertragsstrafe beträgt im Einzelfall bis zu 5.000 EUR. Die Geltendmachung eines darüberhinausgehenden Schadens bleibt vorbehalten; eine gezahlte Vertragsstrafe wird hierauf angerechnet.

(4)   Dem Berater bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

10. Haftung
(1)   Der Berater haftet allein für Inhalt, Qualität und Folgen seiner Beratungsleistungen.

(2)   Der Plattformbetreiber haftet nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, soweit gesetzlich zulässig.

11. Schlussbestimmungen
(1)   Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland, soweit keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen.

(2)   Gerichtsstand
Für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Beratervertrag sowie diesen AGB ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Plattformbetreibers maßgeblich. Der Plattformbetreiber ist jedoch berechtigt, den Berater auch an dessen allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

(3)   Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(4)   Der Plattformbetreiber behält sich vor, diese AGB zu ändern. Änderungen werden dem Berater rechtzeitig in geeigneter Weise mitgeteilt.

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